Bronislaw Malinowski

Schriften zur Anthropologie

2. Auflage 2000, 274 Seiten

kartoniert, ISBN 3-88074-288-X, 20,30  EUR, 37,00 SFr,

Copy-Print-Ausgabe ohne Einband, ISBN 3-88074-362-2, 13,50  EUR*, 24,70 SFr*, (10,20  EUR**)

Die vorliegende Auswahl aus Malinowskis Schriften zur theoretischen Anthropologie verfolgt die Absicht, den sogenannten Funktionalismus vorzustellen und zugleich eine Perspektive sichtbar zu machen, welche die Funktionalismuskritik verkannt hat.

Die beiden Haupteinwände gegen Malinowskis Theorie betrafen einmal ihre Geschichtslosigkeit und zum anderen ihre Verwendbarkeit für praktische Interessen kolonialer Herrschaft. Dabei bezieht man sich vor allem auf posthum erschienene Schriften, die in propagandistischer Absicht entworfen und von bedenklichen Vereinfachungen und paradoxen Zuspitzungen nicht frei sind.

Die in der vorliegenden Auswahl zusammengestellten Schriften � Rezensionen, Essays, Buchauszüge, Einleitungen zu den Veröffentlichungen von Freunden und Schülern, aber auch zufällige Kommentare zum Tagesgeschehen � stellen dagegen stärker antinationalistische und zivilisationskritische Aspekte des Funktionalismus in den Vordergrund: die behutsame Auseinandersetzung mit dem Humanismus Frazers, das Interesse an Ethnologen afrikanischer Herkunft (Kenyatta) und die eindringliche Analyse der anthropologischen Hintergründe des Faschismus. Der kosmopolitische Funktionalismus war der Grund für die nationalsozialistische Ächtung Malinowskis.

Herausgegeben und mit einer Einleitung versehen von Raymond Firth. Mit einem Essay von Fritz Kramer.


Inhalt:

Frazer und die Krise des Humanismus:

Zwischen Humanismus und Wissenschaft:

Anfänge einer afrikanischen Anthropologie:

Funktionalistische Anthropologie:

Sexualität und Familie:

Mythos und Magie:

Kultur und Freiheit:

Bibliographie


Der Autor:

Bronislaw Malinowski, der Begründer der modernen Sozialanthropologie, wurde 1884 in Krakau geboren. Er promovierte 1908 an der Krakauer Universität und ging anschließend nach Leipzig zu Wilhelm Wundt und noch vor Beginn des Ersten Weltkrieges nach London zu James G. Frazer, wo er 1927 zum ordentlichen Professor ernannt wurde. 1939 erhielt Malinowski eine Gastprofessur an der Yale-Universität. Ethnologische Expeditionen führten Malinowski nach Neu-Guinea, die nördlichen Gebiete Melanesiens, zu den Pueblo-Indianern in den USA und Mexiko und nach Süd- und Ostafrika. Er starb 1942.

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